Am vergangenen Wochenende fanden in der Dortmund sowohl die Westfalenmeisterschaften der Masters als auch Teil I der auf zwei Wochenenden aufgeteilten Westfalenmeisterschaften der 14-Jährigen bis hinauf zur Hauptklasse der Männer und Frauen statt. Insgesamt sieben Sportler des TV Jahn Rheine hatten sich für die Meisterschaften an diesem Wochenende qualifiziert.
Dörthe Lange ging am Samstag in der Altersklasse W50 im Kugelstoßen an den Start. Als Ziel hatte sie sich die 9 m-Marke gesetzt, da sie nach einem Bänderriss im Dezember noch nicht wieder richtig ins Training eingestiegen war. Sie begann ihren Wettkampf mit einem Stoß auf 8,92 m, schon relativ nah an dem gesetzten Ziel. Nach weiteren schlechteren Stößen konnte sie im letzten Versuch auf 8,97 m steigern, erreichte damit ihr Ziel aber nicht ganz. Der Trainingsausfall machte sich doch stärker im technischen Bereich bemerkbar als gedacht. Insgesamt freute sich Lange aber über ihren zweiten Rang.
Am Sonntag nahm eine gesundheitlich angeschlagene Sanja Terkuhlen im Dreisprung der Frauen teil. Sie sprang im ersten Versuch auf gute 10,37 m und konnte damit den Endkampf der besten acht sichern und abschließend einen ausgezeichneten fünften Platz ihr Eigen nennen. Abschließend äußerte sich Terkuhlen, dass das einzig Bedauerliche an diesem Wettkampf gewesen sei, dass sie ohne ihren Trainer Martin Lange und ihre Vereinskollegin Johanna Ide (wJU20) auskommen musste. Noch am Donnerstagabend hatten Ide und Lange an der von der MV ausgerichteten Wahl zum Sportler des Jahres 2025 teilgenommen und waren da voller Hoffnung gewesen, gut abzuschneiden. Doch es kam ganz anders. Ide, die als sichere Titelanwärterin in diesem Dreisprungwettbewerb galt, und ihr Trainer Martin Lange, fielen einer heftigen Grippe zum Opfer und waren seit Freitag ans Bett gefesselt. Ob Ide bis zum nächsten Wochenende wieder einigermaßen in Form kommt, bleibt angesichts der Schwere der Grippe fraglich. So wie Terkuhlen drücken ihr und ihrem Trainer alle die Daumen und hoffen, dass beide schnell genesen werden. Kurzfristig übernahm Wolfgang Göcken, der auch noch bis Ende der Woche krankheitsbedingt ausgefallen war, die Betreuung der Athleten.
Mats Sojka (M15) startet, wie auch die übrigen Athleten des TV Jahn Rheine, im 60 m-Sprint. Nach einem gelungenen Lauf erreichte Sojka das Ziel in der neuen Bestzeit von 8,05 s. Damit erreichte er den 17. Platz und verpasste die Zeitendläufe nur um 1/100 s.
In der mJU18 verbesserte Leo Neugebauer seine persönliche Bestleistung über die 60 m gleich um 2/10 s. In 8,05 s erreichte er einen für ihn ausgezeichneten 22. Platz als einer der jüngsten Teilnehmer des Doppeljahrgangs.
Deborah Klinge (Frauen) blieb mit ihrem 60 m-Sprint nur 8/100 s hinter ihrer Bestzeit zurück. Dies ärgerte sie ungemein, da sie nach eigener Aussage einen “richtig schlechten Start“ hatte und einfach mehr drin gewesen wäre. Mit ihrer Zeit von 8,44 s erreichte sie Rang 17. Ihre Zwillingsschwester Shania hatte ebenfalls mit dem Start zu kämpfen. Zwar war dieser besser als der Start beim letzten Wettkampf, doch auch sie klagte, darüber, dass sich der Start nicht gut angefühlt hätte. Trotzdem rannte Shania ihr Rennen in einer neuen Bestzeit nach Hause. In 8,62 s unterbot sie ihre bisherige Bestmarke um 6/100 s und lief auf Rang 19. Ziel für die beiden Klinge-Schwestern ist es nun, im Training ihren Start zu verbessern und damit weiterhin ihre Bestzeiten nach oben schrauben zu können.
Am kommenden Wochenende werden die Westfalenmeisterschaften mit den Teilen II und III in Dortmund fortgesetzt, bei denen der TV Jahn Rheine noch einmal mit neun Sportlern in verschiedenen Disziplinen vertreten sein wird, sofern alle Teilnehmer wieder oder noch fit sind.